Stimmstörungen

Stimmstörungen äußern sich beispielsweise in Heiserkeit, Räusperzwang oder einer wenig tragfähigen Stimme. Sie treten entwe-der als Folge organischer Erkrankungen auf (z.B. Stimmbandpolypen, Stimmbandläh-mungen o.ä.) oder infolge eines schädlichen Stimmgebrauchs. Ein schädlicher Stimmge-brauch betrifft u.a. häufig Menschen, die in Sprechberufen arbeiten und ihre Stimme über einen längeren Zeitraum belasten, weil sie mit zuviel Krafteinsatz sprechen.
Kindliche Stimmstörungen gehen häufig mit Stimmbandknötchen (so genannten Schrei-knötchen) einher, die durch eine Stimmthe-

rapie wieder abgebaut werden können. Gerade im Bereich der Therapie von Kinderstimmen muss unbedingt der Einfluss des umgebenden sozialen Systems (z.B. Familie) auf den Stimmgebrauch der Patienten berücksichtigt werden. Die Stimmtherapie setzt an verschiedenen Bereichen an. Basis für eine gesunde und ökonomische Stimmerzeugung sind eine funktionelle Atmung und eine gesunde Körperspannung, die weder zu hoch, noch zu niedrig sein sollte. Sind diese Grundlagen in der Therapie erreicht worden, so kann an der Resonanz gearbeitet werden, damit die Stimme wieder klangvoll und tragfähig wird.