Der Begriff „TEACCH“ steht für „Treatment and Education of Autistic and related Communication handicapped CHildren" (auf Deutsch: Therapie und Erziehung von Kindern mit Autismus und ähnlichen Kommunikationsbehinderungen). Er ist die Bezeichnung für das staatliche Autismusprogramm im US-Bundesstaat North Carolina. Im Rahmen dieses Programms wurde ein pädagogisch-therapeutisches Konzept entwickelt.
Ausgehend von den nachgewiesenen Besonderheiten in der Art, wie Menschen mit Autismus Reize aus der Umwelt verarbeiten, werden in der pädagogisch-therapeutischen Arbeit vielfältige Formen der Strukturierung eingesetzt, um ein Lernen und Verstehen zu ermöglichen. Es werden alle denkbaren Formen visueller Darstellung genutzt (z.B. Bilder, Gegenstände, Markierungen, Schilder).
Diese Strukturierungshilfen in Bezug auf Raum, Zeit, Aufgabenstellung und Material können Menschen mit Autismus nicht nur Orientierung und Sicherheit bieten, sondern ihnen auch Wege zum eigenen Handeln eröffnen. Denn wenn die soziale Welt nur in Teilaspekten erfasst werden kann und Wichtiges von Unwichtigem schwerer unterschieden werden kann, dann ist es eine wichtige Hilfe, Situationen zu strukturieren und somit vielfach erst einen Austausch und damit Kommunikation zu ermöglichen.
Nicht nur autistische Menschen, sondern auch Kinder mit mannigfaltigen Wahrnehmungsstörungen und Konzentrationsproblemen (z.B. bei ADHS) sowie „Late-Talker“ profitieren vom Einsatz dieses verhaltenstherapeutischen Ansatzes.
Unser Praxisteam hat hierzu eine vielfältige Materialsammlung erstellt, die zur Zeit praxisintern erprobt wird.