Da das Erlernen der Lautsprache ein höchst komplizierter Vorgang ist, kommt es vor, dass Kinder aus verschiedenen Gründen gar nicht, sehr spät oder nur teilweise sprechen und Sprache verstehen lernen.
Vorrangiges Ziel der „Unterstützten Kommunikation“ (UK) ist eine möglichst erfolgreiche Kommunikation von Menschen, die sich nicht oder nur unzureichend lautsprachlich mitteilen können. Dabei bietet UK ein weites Spektrum an körpereigenen Techniken (z.B. Laute, Geräusche, Mimik, Blicke, Gebärden) und externen Hilfsmitteln (z.B. Bildkärtchen (siehe PECS), Kommunikationstafeln, Talker: elektronische Geräte mit Sprachausgabe).
Die Lautsprache wird dabei ergänzt oder ersetzt, profitiert aber gleichzeitig von der UK, da diese das neuronale Netzwerk anregt, in dem Sprache sich entwickelt. Die Sorge, dass UK die Sprachentwicklung beeinträchtigen oder gar verhindern könnte, ist wissenschaftlichen Studien zufolge demnach unberechtigt (vgl. Reiche et al. 1998; Nonn 2001).